[Neuzugänge] Ein kurzen Buchladenbesuch mit "Folgen" ;)

Hallo ihr Lieben! 


Vielleicht kennt ihr die folgende Situation ja. Man geht an einem Buchladen vorbei und beschließt nur schnell einen kurzen Blick hineinzuwerfen. Einfach nur schauen und die tollen Bücher bewundern. Mit eisernem Vorhaben den SUB zu schonen betritt man den Buchladen und kommt ein wenig (sehr viel) später mit einem großen Strahlen und einigen Büchern wieder heraus. So geht es mir einfach viel zu oft. Und auch letzte Woche habe ich auf diese Weise vier tolle Schätze gefunden. 


Die Gestirne steht schon lange auf meiner Wunschliste und als mich das Buch im Regal anlächelte konnte ich gar nicht anders als es mit nach Hause zu nehmen. Ich muss zwar gestehen, dass mich die Seitenanzahl schon ein wenig einschüchert, aber was ich so gehört habe, soll es sich durchaus lesen diese zu lesen. 

Von Murakami habe ich nun schon einige Bücher gelesen und bis jetzt war ich immer absolut begeistert, so zähle ich ihn schon zu meinen liebsten Autoren. Ich hoffe, dass mir auch Blinde Weide, schlafende Frau (eine Kurzgeschichtensammlung) gefallen wird. 

Zufällig bin ich erst vor einigen Tagen auf Goodreads über Eine echt verrückte Story gestolpert. Die positiven Bewertungen und der interessante Klappentext haben mich gleich neugierig gemacht und so ist das Buch auf meine Want-to-read-Liste gewandert und letzte Woche dann auch auf meinen SUB-Stapel. 

Die Unvollendete habe ich bereits angefangen auf Englisch zu lesen, doch obwohl ich das Konzept faszinierend fand, tat ich mir beim Lesen sehr schwer, da die Kapitel sehr verwirrend angeordnet waren und auch die Sprache etwas schwerer war. Seitdem möchte ich das Buch unbedingt noch einmal auf Deutsch lesen und so habe ich mich riesig gefreut als ich das Buch im Buchladen gesehen habe. 

Kennt ihr eines der Bücher? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? :) 

[Tag] My reading habits

Hallo! 

Seit dem letzten Tag ist schon viel zu viel Zeit vergangen und deshalb habe ich heute, als ich bei Kahi von Kathis Bücherecke, den My reading habits-Tag gesehen habe, gleich beschlossen, endlich mal wieder einen Tag auf meinem Blog zu posten. :) 


1.) Hast du einen bestimmten Platz zu Hause zum Lesen? 
Eigentlich nicht. Ich lese hier und dort, einfach wo es mir am besten passt. Im Winter meistens am Abend in mein Bett gekuschelt und im Sommer draußen auf der Terrasse im Liegestuhl unter dem Pfirsichbaum. 

2.) Lesezeichen oder ein willkürliches Stück Papier? 
Lesezeichen! :D Meine Schublade quillt schon über vor lauter Lesezeichen und so kann ich dieses immer mit meinem aktuellen Buch abstimmen. Wenn ich mir also mein nächstes Buch vom SUB aussuche, dann überlege ich auch gleich welches Lesezeichen ich dafür benutze. 

3.) Kannst du irgendwo aufhören in einem Buch zu lesen oder wartest du bis ein Kapitel zu Ende ist oder bis du 50-100 Seiten gelesen hast? 
Ich lese immer bis das Kapitel beendet ist. Außer in Notfälle. ;)

4.) Isst oder trinkst du während des Lesens? 
Als Naschkatze, muss ich diese Frage mit JA beantworten. Ich liebe es während dem Lesen Kekse zu knuspern oder einen Schokoriegel zu genießen.Außerdem bin ich leidenschaftliche Teetrinkerin und kann zu einer Tasse Tee nur selten Nein sagen.

5.) Multitasking: Musik oder Fernsehen während du liest? 
Musik - ja. Fernsehen - nein, dass würde mich wahrscheinlich zu sehr ablenken.

6.) Ein Buch oder mehrere Bücher gleichzeitig? 
Früher habe ich immer nur ein Buch gelesen, aber seit einigen Monaten lese ich immer mehrere Bücher gleichzeitig.  Meistens ist eines davon mein Hauptbuch, ein anderes nehme ich dann mit zur Uni und die anderen laufen so nebenbei mit.

7.) Zuhause lesen oder überall? 
Früher habe ich mich nicht getraut in der Öffentlichkeit zu lesen, aber heute lese ich so viel wie möglich. Immer und überall. 

8.) Laut lesen oder still im Kopf ("normales" Lesen)?
Ich lese meinen beiden Schwestern gerne vor, aber wenn ich alleine bin lese ich normal. Außer im Bus, da lese ich natürlich extra laut, damit auch der in der letzten Reihe mitbekommt, was im Buch passiert. ^^

9.) Überspringst du Passagen aus einem Buch oder Seiten? 
Wenn mich ein Buch nicht fesseln kann, dann überfliege ich manchmal einige Kapitel schnell um zu sehen ob es besser wird.

10.) Den Buchrücken brechen oder ihn so belassen, dass er im besten Falle wie neu aussieht?
Ich versuche meist das Buch sehr vorsichtig zu lesen, aber ich bin auch nicht mehr so pingelig, dass ich mich über eine Leserille aufrege.:)

11.) Schreibst du in deine Bücher? 
Nein, aber ich benutze gerne Post-its um meine  Liebingsstellen oder besondere Zitate zu markieren.

12.) Wen taggst du? 
Jeden der gerne mitmachen möchte. :) 


[Rezension] Der Junge auf dem Berg - John Boyne


Seit über 10 Jahren ein Welterfolg: ›Der Junge im gestreiften Pyjama‹ Mit seinem neuen Roman kehrt John Boyne in das dunkelste Kapitel unserer Geschichte zurück. Als Pierrot seine Eltern verliert, nimmt ihn seine Tante zu sich in den deutschen Haushalt, in dem sie Dienst tut. Aber dies ist keine gewöhnliche Zeit: Der zweite Weltkrieg steht unmittelbar bevor. Und es ist kein gewöhnliches Haus: Es ist der Berghof – Adolf Hitlers Sommerresidenz. Schnell gerät der Junge unter den direkten Einfluss des charismatischen Führers. Um ihm seine Treue zu beweisen, ist er zu allem bereit – auch zum Verrat.
{ Quelle: Fischer Verlag } 

 Nachdem Pierrot's Mutter verstorben ist, kommt er zuerst ins Waisenhaus, danach zu seiner Tante  Beatrix nach Salzburg, diee dort als Hauswirtschafterin in dem Ferienhaus von Adolf Hitler arbeitet. Pierrot muss jetzt nicht nur Frankreich hinter sich lassen sondern auch seine Identität, da ihn seine Tante bittet von nun an auf den Namen "Peter" zu hören, damit er in Gegenwart der Nationalsozialisten als Deutscher gilt.

Ich möchte nicht zu viel verraten, deshalb habe ich den Inhalt möglichst knapp gehalten. Grundsätzlich geht es in dem Buch darum wie aus dem jungen Franzosen Pierrot zu einem nationalsozialistischen Peter wird. Der Autor zeigt damit sehr gut auf, wie stark der Einfluss der Nationalsozialisten und Patrioten sich auf die junge Generation ausgewirkt hat und wie stark sie deren Entwicklung und Verhalten prägte. Mich hat das Buch sehr betroffen und schockiert gemacht, vor allem aber auch nachdenklich gestimmt. Oft fragt man sich, wieso früher Kinder so begeistert der Hitlerjugend oder dem Bund deutscher Mädchen beigetreten sind und ich finde, dieses Buch liefert sehr gute Antworten auf solche Fragen.

John Boyne, auch der Autor von "Der Junge im gestreiften Pyjama", hat einen wundervollen Schreibstil. Er ist sehr nüchtern und kühl, aber trotz dieser Distanz fiel es mir als Leser nicht schwer eine tiefe Beziehung zu dem Protagonisten Pierrot aufzubauen. Oft wenn ich Bücher aus Sicht von Kindern lese, kommt es mir sehr gestellt vor, da die Gedankenwelt der Kinder, und ihre Art die Dinge zu betrachten, ganz anders ist als wenn ein Erwachsener oder Jugendlicher es tut. John Boyne hat aber den perfekten Ton getroffen und wusste genau wie ein Kind auf diese oder jene Situation reagieren würde.

Die Charaktere in diesem Buch sind alle sehr lebensnah und nehmen jeweils eine zentrale Stellung im Buch ein. Wir haben etwa den Chaffeur, der schnell mit Pierrot Freundschaft schließt, aber ein Geheimnis hütet, oder Pierrots Tante Beatrix die ihren kleinen Neffen schützen möchte. Katherina, ein Mädchen das dem Krieg und Nationalsozialismus sehr kritisch gegenüber steht. Und schließlich Adolf Hitler, der ebenfalls einen entscheidenden Teil des Buches ausmacht. Schlussendlich kann ich nur sagen, dass mir das Buch sehr viel Stoff zum Nachdenken gegeben und eine weitere Perspektive eröffnet hat. Auf jeden Fall sehr lesenswert!


Genauso wie "Der Junge im gestreiften Pyjama" konnte mich auch "Der Junge auf dem Berg" überzeugen. Eine keineswegs leichtverdauliche Geschichte, die aber zum Nachdenken anregt, schockiert und das Herz berührt. Ich kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen! 

5/5 Sterne

[Lesemonat] August

Hallo ihr Lieben,

der sommerliche Monat August ist nun auch schon wieder vorbei. Eigentlich hatte ich vor, in diesem Monat meinen SUB radikal zu reduzieren, aber irgendwie war dann mein Terminkalender doch voller als geplant und somit habe ich nicht so viel gelesen wie ich eigentlich wollte. 

1. Between the lines - Jessica Shrivington (382 Seiten)
2. Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry - Rachel Joyce (382 Seiten)
3. We are okay - Nina LaCour (234 Seiten)
4. Seide - Alessandro Baricco (131 Seiten) 
5. Sieh mich an - Mareike Krügel (256 Seiten)
6. A darker shade of magic - V. E. Schwab (400 Seiten) 
7. Alles ist erleuchtet - Jonathan Safran Foer (383 Seiten)
8. Sieben Minuten nach Mitternacht - Patrick Ness (216 Seiten)
9. Projekt Orphan - Gregg Hurwitz (417 Seiten)
10. Girl in Pieces - Kathleen Glasgow (416 Seiten)
11. Der weiße Wolf - Käthe Recheis [abgebrochen]
{ 5-Sterne-Bücher sind markiert }
 
Englische Bücher? - 4 Bücher
Between the lines / We are okay / A darker shade of magic / Girl in Pieces

Rereads? - 1 Buch
Between the lines

Klassiker? - 0 Bücher

In diesem Monat habe ich eines meiner Lieblingsbücher "Between the lines" (dt. "Ein Tag, zwei Leben") nochmal gelesen, also war das auf jeden Fall schon einmal ein wundervolles Highlight. Aber meine Liste der Lieblingsbücher ist im August auch um einen weiteren Titel gewachsen, nämlich "Sieben Minuten nach Mitternacht". 

Gelesene Bücher: 11 Bücher
Gelesene Seiten: 3217 Seiten
Durchschnittlich gelesene Seiten pro Tag: 103 Seiten

Kennt ihr "Sieben Minuten nach Mitternacht?", wenn ja wie hat es euch gefallen? Und wie war euer Lesemonat? :)

[Rezension] Und es schmilzt - Lize Spit


 Ein Buch, das alles gibt und alles verlangt.
Mit geschlossenen Augen hätte Eva damals den Weg zu Pims Bauernhof radeln können. Sie könnte es heute noch, obwohl sie viele Jahre nicht in Bovenmeer gewesen ist. Hier wurde sie zwischen Rapsfeldern und Pferdekoppeln erwachsen. Hier liegt auch die Wurzel all ihrer aufgestauten Traurigkeit.
Dreizehn Jahre nach dem Sommer, an den sie nie wieder zu denken wagte, kehrt Eva zurück in ihr Dorf – mit einem großen Eisblock im Kofferraum.
{ Quelle: Fischer Verlag }


Dreizehn Jahre sind vergangen und trotzdem kann Eva die Ereignisse des schrecklichen Sommers nicht vergessen. Der Sommer der alles veränderte. Als sie dann eine Einladung ihrer beiden ältesten Freunde erhält, beschließt sie ihr Heimatdorf zu besuchen und bricht mit einem Eisblock im Koffer auf um sich ihrer Vergangenheit zu stellen.

Auf der Rückseite des Buches steht "Ein Buch, das alles gibt und alles verlangt" und besser kann man das Buch, finde ich, nicht zusammenfassen. Man merkt schon früh, dass es keineswegs ein leichter Roman ist. Mit einer seltsamen, bedrückenden Eindringlichkeit erzählt Lize Spit die Geschichte von Eva’s Sommer der alles, und besonders sie, veränderte.

Für die Protagonistin Eva brauchte ich einige Zeit. Sie ist ein sehr eigensinniges Mädchen, dass sich hinter ihren beiden Freunden Pim und Laurens versteckt, obwohl in ihr eine interessante Persönlichkeit steckt. Diese Freundschaft ist sehr eigen und anfangs für mich schwer nachvollziehbar und ich konnte nicht immer verstehen warum Eva tat was sie tat, doch ich denke, dass war durchaus von der Autorin beabsichtigt. Evas Vergangenheit ist voller Schrecken, Gewalt und schockierenden Szenen, die mich sehr hin und her geworfen haben. Stellenweise fand ich die Beschreibungen sehr heftig und Lize Spit’s nüchterner Schreibstil hat die Wirkung nur noch verstärkt.

Lize Spit schreibt mit sehr wachsamen Präzision. Sie weiß genau wie sie den Leser auf ihre Seite zieht und Spannung aufbaut, die bis zum Schluss nicht mehr abnimmt. Bewundernswert finde ich, dass man zu der Protagonistin Eva eine tiefe Beziehung aufbaut, obwohl der Schreibstil der Autorin doch sehr distanziert ist und manche Szenen sehr unbeteiligt beschreibt, als würde sie einen Bericht schreiben um Tatsachen darzulegen. Besonders am Ende hat die Autorin das Ruder noch einmal herumgerissen, um sicherzustellen, dass die Geschichte dem Leser im Gedächtnis bleiben wird. Bei mir hat sie das auf jeden Fall geschafft! Ich war begeistert, oft schockiert, betroffen und habe die Geschehnisse im Kopf noch lange nachklingen lassen.

 Man kann der Vergangenheit nicht entfliehen. Ein schockierendes Buch, das mich sehr nachdenklich gestimmt und sehr in Aufruhr versetzt hat. Ohne Frage ein außergewöhnlicher, starker Roman, der es in sich hat!

 5/5 Sterne

Mein herzlichster Dank für das Rezensionsexemplar geht an den Fischer Verlag!